Julia Lübbecke und Kat Teichmann sprechen über ihre gemeinsame Arbeit in der Queer*feministischen Bibliothek und Archiv LIESELLE an der Ruhr-Universität Bochum, aus der die Publikation “Aktivist*innen im Archiv: Von den Anfängen der Frauenforschung bis zu queeren Interventionen” hervorging. Seit über 45 Jahren sammelt die LIESELLE Materialien, wie Bücher, Flugblätter, Korrespondenzen, Aufkleber, Plakate und andere Objekte, die die Frauenbewegung Deutschlands dokumentieren.
Julia Lübbecke studierte Fotografie und Medienkunst an der Royal Academy of Fine Arts in Antwerpen, an der UMPRUM – Academy of Arts, Architecture and Design in Prag und der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig. Sie ist Preisträgerin des IKOB – Kunstpreises für feministische Kunst 2019 und war Dorothea Schlegel Artist in Residence der Freien Universität Berlin 2022. Sie hat u. a. im Museo de la Memoria y los Derechos Humanos in Santiago de Chile, Busan International Photography Festival, Kunsthaus Essen, Künstler:innenhaus Bremen, Kunstraum Kreuzberg/Bethanien in Berlin und im IKOB – Museum für zeitgenössische Kunst in Eupen (BE) ausgestellt und ist seit 2019 Teil des Kollektivs otc – observant thick conversation.
Kat Teichmann hat Gender Studies, Germanistik und Philosophie studiert und engagiert sich seit 2014 im Queer*feministischen Archiv LIESELLE an der Ruhr-Universität Bochum. Sie hat dort und in anderen Bewegungsarchiven bereits mehrere Projekte im Rahmen des Digitalen Deutschen Frauenarchivs (DDF) durchgeführt und arbeitet unter anderem zu lesbisch-feministischen und queeren Erinnerungskulturen sowie herrschaftskritischen
